Glyph der Woche
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6


Laufweite: 4 Pixel



6 six Unicode 0036


Ziffer Sechs (Digit Six)


Reden wir über Details. Einer der ungewöhnlichsten Symmetriebrüche in Minima ist der zwischen 6 und 9, die einander kaum ähnlich sehen. Eher sieht die 6 wie eine rotierte 7 aus. Woher kommt das?

Innerhalb der 3 × 3 Pixel für Ziffern ist nicht genug Raum, um sowohl eine Schleife, als auch einen Bogen in der 6 und der 9 unterzubrigen. Für die 9 ist die beste Lösung, den Bogen abzuschneiden bzw. keine Beugung darzustellung. Das ist zwar nicht die üblichste Form, ähnliche Darstellungen der 9 finden sich aber in vielen Handschriften und in älteren Norm-Typografien wie OCR-A.


1996: OCR-A, Handschrift, Minima


In OCR-A steht die 6 ebenfalls aufrecht, was sie allerdings schwer von einem kleinen b unterscheidbar macht. Desweiteren sieht eine aufrechte 6 in Handschrift eher langsam und kontrolliert aus, wohingegen eine aufrechte 9 Schnelligkeit indiziert, jeweils bedingt durch die Richtung des Schreibens. Minima betont diesen handschriftlichen Unterschied und macht eine starke Diagonale im oberen Teil der 6 zum Hauptelement.

Letzteres haben 6 und 9 gemeinsam: Beide Glyphen konzentrieren sich auf den Anfang des Striches, der für alle Ziffern in der oberen Hälfte liegt. Die folgende untere Hälfte dient der untergeordneten Rolle, typografische Balance zu halten – wie in zügiger Handschrift.



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Glyph der Woche: 6 six 0036





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